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DANIEL IS DIFFERENT 

 

Wieso will Daniel genau zehn Schritte bis zum Bad und wieso ist die Neun eine schlechte Zahl? In diesem Jugendbuch bekommt man einen Einblick in das Leben von Daniel Leight, welcher sich wegen seiner Krankheit gezwungen fühlt, eine gewisse Anzahl an Aktionen durchzuführen, um zu überleben. Daniel weiss, er ist nicht normal. Er will sich ändern und seine Krankheit vor allen verstecken, denn wie soll er sonst bei seiner wunderschönen und normalen Mitschülerin Raya ankommen. Jedoch trifft er eines Tages auf Sara, diese hat ähnliche Probleme wie Daniel und die beide kommen sich näher. Sara fordert Daniels Hilfe an bei der Suche nach ihrem vermissten Vater. Und als hätte Daniel nicht schon genug um die Ohren, kommt noch hinzu, dass er Football spielt und nur, weil sein Vater und sein bester Freund ein echter echter Football Fanatiker sind.  

Was wird Daniel tun? Wird er seine Krankheit überwinden? Gewinnt er Rayas Liebe? Und findet Daniel Saras Vater? All diese Fragen und viele mehr werden in dem Buch „Daniel Is Different“ beantwortet. 

 

Ich fand das Buch sehr angenehm und spannend zum Lesen, da alles sehr gut beschrieben ist und man sich alles sehr gut vorstellen konnte. Eine der Gründe könnte sein, dass der Autor als Kind Ähnlichkeiten mit Daniel gehabt hat. Es ist interessant, die Veränderungen in Daniels Leben zu beobachten. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der Romane mag oder einfach darin interessiert ist, in das Leben eines nicht so normalen Teenagers zu schauen. 

 

 

T.T. (männlich, 14 Jahre)  

Wesley King: Daniel is different. Die Originalausgabe erschienen im Jahr 2017, aus dem Englischen übersetzt von Claudia Max.  

  

  

  

"Ich bestätige hiermit, dass es in diesem Text keine wörtlich aus dem Internet übernommenen Passagen gibt - ausser sie sind als Zitate gekennzeichnet."  

 

 

 

Wie aus einem normalen Leben ein spannendes wird! 

Stell dir vor, du hast eine Zwangsstörung. Du musst gewisse Dinge mehrmals wiederholen, bis sie richtig erledigt sind. Von genau dem handelt das Jugendbuch „Daniel is different“.  Daniel ist ein ganz normaler Teenager, der sich von einem Kind zu einem Erwachsenen wandelt, und muss dabei mit der Schule, den Freunden und der Familie zurechtkommen. Den vielen Erwartungen, die man an ihn stellt, zum Beispiel, dass er ins Baseballtraining geht, obwohl er Baseball hasst, versucht er gerecht zu werden. Nebst dem  bemerkt er, dass er nicht wie die anderen ist: er verabscheut Zahlen, den die haben unterschiedliche Bedeutungen, sind gut oder schlecht. Er kann nicht schlafen, bevor er nicht sein Programm richtig und gut durchgeführt  hat. Er hat eine Zwangsstörung. Zu allem Übel ignoriert ihn sein Bruder weitgehend, Raya, sein Schwarm, mag ihn nicht im gleichen Masse wie er sie und die komische Sara spricht ihn auf einmal an. 

Das Buch ist sehr spannend geschrieben und bringt einem eine andere Welt näher, das Leben mit einer Angststörung. Diese Welt ist am Anfang sehr schwer zu verstehen. Wieso kann Daniel nicht einfach mit einer Tätigkeit aufhören? Auch ist einem Sara erst sehr fremd. Man versteht nicht, wieso sie die Vermutung hegt, dass John ein Mörder sein soll und warum sie so einen Hass auf ihn hat. Denn  sie hat gar keine handfesten Beweise für die angebliche Tat.  Menschen mit einer Angststörung sind sehr sensibel, man muss ihr Vertrauen wecken, damit sie sich öffnen. Viele Leute sind damit überfordert, wie Saras Mutter. Wenn man das verstanden hat und mitfühlen kann, dann nimmt man erst die Magie des Buches richtig wahr. Dann erst macht alles einen Sinn. 

Das ist eine grosse Verantwortung, die einem der Autor Wesley King überträgt. Kann er das? 

Genau das ist der Reiz an diesem Buch, eigentlich sollte es  nicht nur in den Regalen der Jugendbücher stehen. Es ist ein fantastisches Buch für Kinder, doch in jeder Altersstufe interpretiert man etwas im Buch neu und es bleibt spannend. Es gibt einem einen Einblick in ein anderes Leben. 

Trotz der erklärenden, einfühlenden Passagen, kann man sich als Person ohne Angststörung einige Situationen nicht ganz erschliessen. Manchmal sind die Szenen so abgedreht, dass man sie nicht mehr versteht. Vielleicht ist es aber genau dieses „Etwas“, was uns immer an solchen Menschen suspekt ist und uns irritiert. Eine berechtigte Frage ist auch, weshalb die Eltern nichts mitbekommen haben. Denn ihr Sohn ging über Monate erst nach Mitternacht ins Bett und ist manchmal zwei Stunden auf dem Gang hin und her gelaufen. Oder warum will Daniel nicht von sich aus zu einem Psychologen, hat er doch  bemerkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt? 

Das Buch zeigt grösstenteils den Alltag von Daniel, wie er mit seiner Krankheit zurechtkommt, King hat aber auch Elemente eines Krimis eingebaut, es geht um einen Mord. Dieser Krimi ist gut geschrieben, aber ein bisschen voraussehbar, man kann häufig den nächsten Schritt erahnen. Grundsätzlich hat es mir hier etwas an Spannung gefehlt. 

Das Buch ist facettenreich und deckt eine grosse Bandbreite ab von Romanze zu Aktion, es ist ein regelrechtes „Allrounder“-Buch. Es geht um Freundschaft, Alltag, die Schule und die erste Liebe. 

Das Buch lässt einen in eine komplett neue Welt eintauchen, was der Autor mit Bravour erreicht hat, und ruft für mehr Akzeptanz auf! Oder wie es jemand in einer Internetrezension auf den Punkt gebracht hat: Auch wenn  man anders ist, man ist nie alleine – ein Buch für mehr Akzeptanz und den Aufruf, Dinge auch mal durch andere Augen zu betrachten. 

 

E.B. (weiblich, 14 Jahre) 

Wesley King: Daniel is different. Die Originalausgabe erschienen im Jahr 2017, aus dem Englischen übersetzt von Claudia Max. 

 

 

 

"Ich bestätige hiermit, dass es in diesem Text keine wörtlich aus dem Internet übernommenen Passagen gibt - ausser sie sind als Zitate gekennzeichnet."  

«Daniel is different» von Wesley King     Wie Zwangsstörungen das Leben erschweren können

 

Dieser umfangreiche Jugendroman aus dem Jahre  2016 hat den englischen Titel OCD: Die Abkürzung steht für  obsessive compulsive disorder, was so viel bedeutet wie Zwangsstörungen. Der Protagonist ist der 13-jährige Daniel, der seine Geschichte als Rückblende erzählt. Er weiss selber, dass er etwas anders ist als die anderen, er leidet nämlich unter Zwangsstörungen und Panikattacken. Die Zwangsstörungen sind eigentlich Folgen von Ängsten und zeigen sich etwa in der Zwangshandlung , das Licht an- und auszuschalten. Auch Gedanken können zwanghaft sein; so stellen zum Beispiel verschiedene Zahlen eine Bedrohung dar. Der Betroffene denkt sich Rituale aus, um die Angst verschwinden zu lassen. Während einer Panikattacke fängt Daniel an zu schwitzen, bekommt nicht mehr viel Luft und meint zu sterben. Diese Attacken kommen in normalen Alltagssituationen aus dem Nichts. Daniel weiss nicht, worunter er leidet, und hält dies nicht nur vor seinen Mitschülern und Mitschülerinnen geheim, sondern auch vor seinen Eltern. Dass Daniel aber nicht wie die anderen ist, ist ihm bewusst. Er hat sogar das Gefühl, verrückt zu sein: «Es war ein Dienstag, als mir klar wurde, dass ich verrückt war». Daniel ist sehr gut in der Schule, (ausser in Mathematik).

Primär geht es im Roman um Daniel und um seine Krankheiten, darin eingebaut ist aber auch ein Kriminalfall, der das Buch noch zusätzlich spannender macht und zum Weiterlesen anregt. Trotzdem ist das Buch ein bisschen bedrückend, weil es einen leidenden Jungen darstellt. Somit ist es nicht zu empfehlen, das Buch zu lesen, wenn es einem schon schlecht geht. Wegen den Krankheiten, unter denen er leidet, fühlt er sich schon so benachteiligt und probiert in der Schule sowie auch in der Familie, es allen recht zu machen. Zum Beispiel spielt er Football, nur weil seine Familie und sein bester Freund Max diese Sportart lieben und er sie nicht enttäuschen will.

Seine ganze Krankheitsgeschichte ist in den normalen Schulalltag eingebettet. Sein guter Freund Max, Raya, die ihm gefällt und Sara, auch «Psycho-Sara» genannt, sind weitere im Vordergrund stehende Charaktere. «Psycho-Sara» wird so genannt, weil sie nie spricht, manchmal ohne Grund brüllt und allgemein sehr verschlossen ist. Genau diese verstummte Sara spricht verblüffenderweise Daniel an. Die beiden fangen an, sich nach der Schule zu treffen, und Sara weiht Daniel in ein persönliches Geheimnis ein, nämlich einen Mord in ihrer Familie. Durch das ständige Zusammensein lernen sich die beiden Jugendlichen immer besser kennen und Sara öffnet Daniel die Augen. Ihm wird klar, dass er wie Sara unter Zwangsstörungen leidet. Sara meint, dass ihr verstorbener Vater vom neuen Freund der Mutter umgebracht worden sei. Die beiden fangen an, das Geheimnis dahinter zu lüften. Am Schluss erfahren sie aber, dass es nie einen Mord gab, sondern dass Saras Vater an einer Überdosis gestorben ist, weil er unter Depressionen litt. Dies ist auch der Grund, warum sich Sara und ihr Vater so gut verstanden haben. Sie waren Leidensgenossen.

Daniel schreibt sehr gerne, weil er währenddessen keine Panikattacken hat, so auch der Autor Wesley King, der auch unter Zwangsstörungen gelitten hat, wie es im Klappentext heisst. Daniel ist ein Abbild des Autors. So kann man davon ausgehen, dass diese Geschichte realitätsnah ist.  Das Buch bringt einem diese Krankheiten näher und man fängt an zu reflektieren, wie schlimm solche psychischen Erkrankungen wirklich sind. Durch das Buch gewinnt man ein Verständnis für solche Krankheiten.

Der Autor schreibt im Nachwort, dass dies eine Geschichte über Hoffnung und Akzeptanz sei, und in der Widmung steht: «Hoffnung findet man selten allein». Das Fazit bei diesen Krankheiten ist also, dass man nicht alleine dagegen ankämpfen, sondern sich Hilfe holen soll.                                                                                                                                                                                                                               G.L.(männlich 14)