Charles Lyell

Von manchen konnte er sogar Abdrücke mit nach England nehmen, worauf er mit seinen Untersuchungen beginnen konnte.

 

Lyell konnte mit seinen gewonnenen Erkenntnissen, nicht wie andere Naturwissenschaftler seiner Zeit,

keinen Bezug zu Naturkatastrophen sehen. Seiner Meinung ist jedes Landschaftsmerkmal als allmählicher Prozess, die sich über Jahrtausende hinzogen entstanden.

Auch den Bezug auf das Artensterben sah Lyell als einen sehr langsamen Prozess an. Während andere behaupteten, dass mehrere Naturkatastrophen stattgefunden hätten, die das ganze Leben auf der Erde «ausgerottet» haben, behauptete Lyell das Gegenteil. Für ihn waren diese Thesen auf eine unvollständige Datenbasis zurückzuführen.

 

In dem dreibändigen Werk «Principles of Geology: Being an Attempt to Explain the Former Changes of the Earth’s Surface in Reference to causes now in Operation» (1830) veröffentlichte er seine Ideen. Sein Buch richtet sich nicht nur an Geologen, sondern an ein sehr breites Publikum, von welchem er auch viel Zuspruch bekam. Lyell erreichte eine gewisse Bekanntheit und hatte es geschafft, mehr Bücher zu verkaufen als je ein Geologen vor ihm.

 

Lyell entdeckte überall auf der Welt Veränderungen, doch zog allerdings seine Grenze, sobald es um Lebewesen ging. Er konnte sich nicht vorstellen, dass aus einer Pflanze- oder Tierart im Laufe der Zeit eine neue Art entsteht. Auch mit der Herkunft der Fossilien hatte er sich nie tiefgründig befasst.

Doch der damals noch junge Charles Darwin erfand neue Theorien im Lyellischen Sinne, welche sich genau mit dieser Ungewissheit befasst.

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Charles Lyell war einer der einfluss-reichsten Geologen im 19. Jahrhundert. Lyell, welcher in Südengland aufwuchs, studierte Jura in Oxford, konnte jedoch wegen seinem schlechten Sehvermögen seine Arbeit nicht praktizieren.

Auf seinen Reisen durch Europa entdeckte er dann die Naturwissenschaften und knüpfte viele Kontakte mit Wissenschaft-lern. Dadurch kam er mit den unterschied-lichsten Fossilien in Berührung.

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