Reise vom Nordpol zum Äquator

Ellesmere

Man befindet sich am Nordpol und will Richtung Süden in die Anden reisen. Wenn man dem 73. Längengrad folgt, gelangt man nach achthundert Kilometern nach Ellesmere Island. Bis jetzt hat man noch keine Pflanze oder Baum zu sehen bekommen, in Elles-mere Island wächst die erste holzige Pflanze, die gerade einmal knöchelhoch ist.

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Bild: Arktische Weide (die einzige holzige Pflanze, die in Ellesmere wächst)

Quelle: wikipedia.org

 
 

Baffin-Island

Weiter führt der Weg nach Süden über die Nares-Strasse, über die Westspitze Grön-lands und über die Baffin-Bucht zur Baffin-Island. Bäume sind weit und breit keine zu sehen, nur Weidenarten, die dicht am Boden wachsen.

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Bild: Baffin-Island 

Quelle: global.hurtigruten.com

 
Ungava-Halbinsel

Nach einer Reise von dreitausend Kilometern erreicht man die Ungava-Halbinsel im Norden von Quebec. Hier befindet man sich immer noch nördlich der Baumgrenze. 

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Bild: Ungava-Halbinsel

Quelle: aqua-firma.com

 

der boreale Nadelwald

Weitere vierhundert Kilometer südlich er-streckt sich der boreale Nadelwald. Ein Viertel der intakten Wälder der Erde macht er aus, doch er besteht nur aus sehr wenigen Baumarten. Auf den vier Millionen Quadrat-kilometer in Kanada wachsen nur zwanzig verschiedene Spezies, beispielsweise die Schwarzfichte, Graubirke und die Balsam-tanne.

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Bild: Borealer Nadelwald

Quelle: borealerwald.de

 

Bild: Vermont

Vermont

Wenn man seinen Weg weiter Richtung Süden fortsetzt, gelangt man in die Vereinigten Staaten und die Artenvielfalt nimmt allmählich zu. Ab Vermont wächst der östliche Laubwald, der aber heute nur noch in Rest-gebieten als Sekundär-wald zu finden ist. In Vermont sind ungefähr fünfzig und in Massachusetts fünfundfünfzig verschiedene Baumarten heimisch. Ein klein wenig weiter westlich, in North Carolina, sind es schon zwei-hundert Spezies.

 

Belize

Weicht man ein bisschen von der Route ab, erreicht man das winzige Belize. Hier sind sogar schon siebenhundert Baumarten heimisch. 

Image by Javier Rejon

Bild: Belize

 

Der Äquator

Wenn man seinen Weg fortsetzt, gelangt man zum Äquator in Kolumbien, in Randgebieten von Venezuela, Brasilien und Peru. Nur noch wenige Kilometer sind es, bis man am Zielort ankommt, der Nationalpark Manú ... 

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Bild: Regenwald, Kolumbien

Quelle: draussenlust.de

 
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Nationalpark Manú

Jetzt befindet man sich in Ostperu am Rande der Anden im Nationalpark Manú. Miles Silman, ein Waldökologe und Lehrer an der Wake Forest University in den USA pflegt hier seine 27 Hektar Walparzellen. In diesen Waldstücken des Natio-nalparks in Peru spielt die ganze Geschichte und faszinierende Beobachtungen des Verhaltens der Bäume in Bezug auf das Sechste Sterben wurden hier festgehalten. Insgesamt wachsen in diesen Parzellen 1035 Baumarten, ungefähr fünfzigmal mehr als im borealen Nadelwald. Doch die Fülle an verschiedenen Arten von Bäumen betrifft nicht nur die Pflanzenwelt, sondern Vögel, Schmetter-linge, Frösche und alle weiteren erdenkbaren Tiere.

Bild: Nationalpark Manù

Quelle: wikipedia.org