Arten-flächen-Beziehung

Die Arten-Flächen-Beziehung ist in der Ökologie einer der wenigen universell anerkannten Zusammenhängen. Sie beschreibt wie die Grösse einer Fläche, mit der darauf lebenden Arten zusammenhängt. Einfach gesagt: «Je grösser die untersuchte Fläche ist, umso mehr Arten findet man.» Diese Korrelation ist nicht linear, sondern lässt sich in der folgenden Formel zusammenfassen:

 

Dabei steht S für die Anzahl der Spezies, A für die Flächengrösse, und c und z sind zwei Konstanten, die sich je nach Region und taxonomischer Gruppe variieren.

Besonders deutlich wird die Anzahl Arten und eine bestimmte Fläche zusammenhängen, wenn man die Korrelation als Kurve darstellt.

Formel_Arten-Flächen-Beziehung.png
Arten-Flächen-Beziehung.png

Quelle: wikipedia.org

Diese Beziehung spielt bei der Überlegung zum Artensterben eine wesentliche Rolle. Eine vereinfachte Möglichkeit, um zu erläutern, wie wir Menschen unsere Umwelt beeinflussen, ist, wenn man sich ansieht, wie wir die für Pflanzen und Tiere verfügbare Fläche verkleinern. Als Beispiel betrachtet man eine Grasfläche mit einer Grösse von über 1000 Quadratkilometer, auf der hundert Vogelarten leben. Reduziert der Mensch nun diese Grasfläche um die Hälfte, indem er sie in eine Ackerfläche oder ein Einkaufszentrum verwandelt, kann man anhand der Arten-Flächen-Beziehung voraussagen, wie gross der Anteil der Vogelarten ist, der verloren geht. Das sind in diesem Fall grob zehn Prozent. Natürlich werden diese zehn Prozent nicht von einem Tag auf den anderen verschwinden, da sich das Ökosystem erst nach einer gewissen Zeit in ein neues Gleichgewicht einstellt. Trotzdem bewegt sich ihre Entwicklung in diese Richtung.