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Karbon

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Erde während des Karbons

Unsere heutigen Steinkohlevorkommen stammen aus der vor 359 Millionen Jahren angebrochenen Periode: dem Karbon. In den Wäldern in Äquatornähe bildeten sich weitflächige Kohlesümpfe, die entstanden durch die Ausbreitung der Flachmeere und Überflutungen. Während des Karbons war die Erde geprägt vor intensiver tektonischer Aktivität und sehr unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Auf der nördlichen Hemisphäre herrschten warme bis heisse Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit, während auf der südlichen Hemisphäre grossflächige Vereisungen auftraten. Dennoch war die Landschaft geprägt von dichter, üppiger Vegetation, Stachelhalme und Farne dominierten. Erste Baumstämme verholzten und die rasche Verbreitung der landbewohnenden Pflanzen stieg. Der Sauerstoffgehalt stieg ebenfalls in der Atmosphäre auf über 35% und begünstigte so die Entwicklung von riesigen Insekten, Tausendfüssern und Spinnentieren. Ausserdem traten erstmals Reptilien und Panzerlurche auf. Auch in den Meeren entstanden viele neue Tierarten, von denen aber am Ende des Karbons viele wieder ausstarben. Ausserdem schlossen sich Laurasia und Gondwana  ebenfalls gegen Ende des Karbons zum Superkontinent Pangäa zusammen.

Steckbrief

Zeitalter:
Karbon


Anfang des Zeitalters:

vor 359 Mio. Jahren

Namensgebung

britischer Paläontologen und Geologen William Daniel Conybeare mit seinem Kollegen dem Geologen und Mineralogen William Philips

Unterteilung: 

Mississippium, Pennsylvanium

Klima: 

Temperaturen zwischen 30°C und -5°C

Geologie

Bildung von weitflächigen Kohlesümpfen in den Wäldern der Äquatornähe. Tektonische Aktivitäten führen zu Gebirgsfaltungen

Fauna

Entwicklung von riesigen Insekten, Tausendfüßern, 

Spinnentieren und Libellen. Auftreten erster Reptilien. 

Flora

Schachtelhalme und Farnen dominierten zusammen mit Bärlappgewächsen die Vegetation