Die Wissenschaft ist gespalten

Aktualismus oder Impakttheorie

Die Hypothese, wonach ein sogenanntes Impaktereignis, also der Einschlag eines Asteroiden, für das Massenaussterben der Arten verantwortlich sei, kam einem Paradigmenwechsel gleich.

 

Zurückgehend auf Darwin war die gängige Meinung, dass das Aussterben der Arten über einen sehr langen Zeitraum vor sich gegangen sein muss (Aktualismus). Eine Erklärung dafür, dass sich die fossilen Tierarten der jeweils aufeinanderfolgenden Gesteinsschichten erstens massiv unterscheiden und zweitens keinerlei ‘sanfter’ Übergang zu erkennen ist, blieb man schuldig. Es wurde darauf verwiesen, man habe die entsprechenden Fossilien einfach noch nicht gefunden. Fälschlicherweise würde man nun aus diesen Lücken in den Daten auf ein Impaktereignis schliessen.

Die Indizien allerdings sprachen eine andere Sprache und sie häuften sich. Immer zahlreicher waren die Funde dieser speziellen Sedimentschicht und schliesslich entdeckte man im Golf von Mexico einen Krater von 150 Kilometern Durchmesser: den Einschlagsort des Asteroiden (Chicxulub-Krater). Dass dies tatsächlich dem entsprach, zeigten die Bohrkerne, in welchen an der Kreide-Tertiär-Grenze (entsprechend der Lehmschicht aus Gubbio) eine Glasschicht gefunden wurde. Glas, welches aus geschmolzenem und dann rasch abgekühltem Gestein entstand.

Diese Entdeckung verhalf der Impakttheorie zum Durchbruch.

Karte_Chicxulub_Krater.png

Abb. 4.1: Karte mit Chicxulub Krater

http://nautil.us/issue/32/space/the-day-the-mesozoic-died, Stand 21.11.2020