Das Aussterben der grossen Tiere

Die Meinungen der Forscher sind zwar gespalten, jedoch ist es in den meisten Fällen offensichtlich, dass der Mensch der Verursacher des Aussterbens der Megafauna ist. Diese grossen Tiere haben zwar keine natürlichen Fressfeinde, sind aber an der Grenze, was die Reproduktion angeht. Sie vermehren sich nur langsam und eine Störung kann verheerende Folgen haben. Als der Mensch neue Gebiete besiedelt, kommt es zu einem “Overkill”. Die Menschen stören das empfindliche Gleichgewicht der grossen Tiere durch das Jagen. Auch wenn die Menschen nur gelegentlich einige Tiere erlegen, kommen die Grosstiere mit dem Nachwuchs nicht nach. Weltweit wird so die Megafauna reduziert und an einigen Orten vernichtet.  

 
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Australien
Diprotodon, ausgestorbenes Beuteltier
Diprotodon, ausgestorbenes Beuteltier

Das Diprotodon ist das grösste bekannte Beuteltier das jemals gelebt hat.

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Ausgrabung eines Diprotodon
Ausgrabung eines Diprotodon

New Wales, Australien

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Procotodon
Procotodon

Kurzschnauzenkänguru das bis zu 3m gross werden konnte.

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Diprotodon, ausgestorbenes Beuteltier
Diprotodon, ausgestorbenes Beuteltier

Das Diprotodon ist das grösste bekannte Beuteltier das jemals gelebt hat.

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Zu den erwähnenswerten ausgestorbenen Grosstierarten, welche in Australien lebten, gehört das Diprotodon. Es war mit drei Metern Länge, zwei Metern Höhe und einem Gewicht von 2.7 Tonnen das grösste Beuteltier das jemals gelebt hat. Zwei weitere Beuteltierarten waren der Thylacoleo carnifex, auch Beutellöwe genannt, und das Procoptodon, das ein Vorfahre des heutigen Kängurus war. Forscher gehen davon aus, dass die australische Megafauna durch die Aboriginees ausgelöscht wurde. 

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Neuseeland

Neuseelands Megafauna war insofern besonders, da sie ausschliesslich Vögel umfasste. Die neuseeländischen Moas wurden bis zu dreieinhalb Meter gross. Die Weibchen waren ungefähr doppelt so gross wie Männchen. Doch sind heutzutage keine dieser Arten mehr zu finden. Man vermutet das die Maori nach ihrer Ankunft auf den Inseln innerhalb eines Jahrhunderts genug Moa gejagt hatten, um die Population auszurotten.

Die grössten Moaarten wurden bis zu 3.5m gross.
Die grössten Moaarten wurden bis zu 3.5m gross.

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Der Haast'sche Adler war der einzige natürliche Fressfeind der Moas.
Der Haast'sche Adler war der einzige natürliche Fressfeind der Moas.

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Die grössten Moaarten wurden bis zu 3.5m gross.
Die grössten Moaarten wurden bis zu 3.5m gross.

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Big Bone Lick, USA

Big Bone Lick ist eine Ausgrabungsstätte in Kentucky, USA, in der im 19ten und 20ten Jahrhundert zahlreiche prähistorische Fossile und Skelette gefunden wurden. Unter anderem wurden nebst Säugetieren wie Bisons, Pferden und Elchen massenhaft Mammuts (Mastodon) gefunden. Das Mastodon wurde vermutlich Opfer eines Overkills: Im Gegensatz zu schnell brütenden Tieren wie Hirschen konnten sich die sich langsam reproduzierenden Populationen der Mastodon nicht ausreichend von den Verluste durch menschliche Jäger erholen. 

 
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Sumatra, Indonesien

Das auf Sumatra lebende Sumatra-Nashorn ist zwar noch nicht ausgestorben, hat aber einen Bestand von weniger als 80 Exemplaren. Rodungen für Plantagen haben den Lebensraum stark verringert und Wilderer haben die Nashorn-Population rasch dezimiert. Trotz Anstrengungen von diversen Organisationen ist die Zukunft der Art ungewiss.