2. Artenaussterben

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Die Vorstellung, dass Spezies aussterben können, tauchte erstmals im revolutionären Frankreich auf. Dies ist weitgehend dem Amerikanische Mastodon zu verdanken. Zuvor dachte man, dass die Tiere noch unentdeckt auf der Erde weiterlebten oder durch Ereignisse an andere Orte transportiert worden sind. Aber Cuvier und andere Forscher konnten sich im 18. und 19 Jahrhundert dennoch einigen, dass das Aussterben von Tierarten möglich ist und dass die vorherigen Annahmen falsch waren. Dabei entstand der Begriff für untergegangene Arten «Espèces perdues».

 

Die Forscher fanden immer mehr Knochen und somit ergab sich Cuviers These, dass es eine ganze untergegangene Welt voller ausgestorbener Arten gegeben haben muss. Dabei wurde auch bekannter, dass die unterschiedlichen Perioden der Erdgeschichte verschiedene Gesteinsschichten gebildet hatten. Demzufolge wurde ihm auch klar, dass man durch tieferes Graben and Fossilienfunde von einer noch älteren Welt gelangt.

Cuvier lehnte die Evolutionstheorie bzw. den Transformismus ab, aber befürwortet den Katastrophismus. Jedoch gab es auch Forscher, die anderer Meinung waren. Deren einzige Vorstellung für das Aussterben einer Tierart wäre eine Ausrottung durch den Menschen. Da Cuvier den Transformismus ablehnte konnte er sich nicht erklären wie neue Organismen entstehen konnten oder es wie es zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Tiergruppen geben konnte. Jedoch interessierte in nicht der Ursprung, sondern ihr das Verschwinden der Arten. Daher kam ihm der Gedanke, dass das Aussterben durch Katastrophen ausgelöst worden ist, und zwar durch mehrere gewaltsamen Umwälzungen. «Das Leben war also auf dieser Erde häufig durch fürchterliche Ereignisse gestört», schrieb Cuvier einst. «Zahllose lebende Wesen sind ein Opfer solcher Katastrophen geworden.»

Somit passten für ihn alle seine Ansichten zusammen. Durch das Analysieren der Gesteineschichten rund um Paris konnte er Anzeichen von gewaltigen Umwälzungen feststellen. Dadurch konnte er erkennen, dass die Regionen einst Unterwasser lagen. An bestimmten Stellen vollzog sich ein Wechsel von Süss- zu Salzwasser. Heute weiss man das einige seiner Theorien erstaunlich zutreffend erwiesen, wie zum Beispiel, dass das Amerikanische Mastodon etwa zu gleicher Zeit wie das Mammut und andere Tiere durch eine Katastrophe ausgelöscht worden sind. Einer der Gründ für das Aussterben war die Ausbreitung des modernen Menschen, also waren wir die Katastrophe. Ein anderer Grund war die Erwärmung der Erde. Die Eiszeit ging langsam zu Ende, der Permafrost in der Erde taute langsam auf. Die Mammut wogen über zehn Tonnen. Jetzt können Sie sich vorstellen wie die Mammuts in den aufgetauten und sumpfigen Böden versanken und elendig starben. (Video)

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